Ein Zimmer für die Betreuungskraft vorbereiten: praktische Checkliste für Angehörige

Ein helles Schlafzimmer mit einem Bett, weißer Bettdecke und mehreren blauen sowie schwarz-weiß gemusterten Kissen. Rechts daneben steht ein kleiner Nachttisch aus weißem und hellem Holz, auf dem eine eingeschaltete Lampe mit warmem Licht steht.

Mit einer sogenannten 24-Stunden-Pflegekraft bieten Sie Ihrem Angehörigen mehr Sicherheit und Halt in den eigenen vier Wänden. Damit das Zusammenleben mit der zu pflegenden Person und der Pflegekraft harmonisch verläuft, ist ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft essenziell.

Wie groß muss das Zimmer sein, welche Zimmerausstattung ist vorgeschrieben und wie entsteht eine Wohlfühlatmosphäre? Diese und weitere Fragen stellen sich Angehörige, die der nachfolgende Artikel beantwortet. Eine Checkliste am Ende hilft, die wichtigen Punkte im Blick zu haben. 

Vorteile eines separaten Raums für die Pflegekraft

Sofern Sie sich mit der Frage nach einer Betreuung zu Hause durch eine erfahrene Pflegekraft beschäftigen, sollten Sie sich auch um ein gemütliches Zimmer bemühen. Ein eigener Raum, der nach Belieben abzuschließen ist, ist für die Pflegekraft unerlässlich. Das Zimmer ist mehr als ein Raum, in dem die Pflegekraft schläft oder sich umzieht. Er dient als Rückzugsmöglichkeit und gibt der Pflegekraft die nötige Erholung, Ruhe und etwas Privatsphäre. Dieser Raum sollte nur der Pflegekraft zur Verfügung gestellt werden und keine anderweitige Funktion haben. 


Bei der Suche nach dem geeigneten Zimmer sollten Sie auf die Größe achten. Besteht die Möglichkeit, zu wählen? Dann ist es ratsam, ein komfortables, großes Zimmer zu nehmen. Die Mindestanforderungen liegen bei acht bis zwölf Quadratmetern. Im Idealfall verfügt das Zimmer über ein Fenster, das für frische Luft und Helligkeit sorgt. Das Fenster sollte einen Vorhang, ein Rollo oder einen Rollladen für mehr Privatsphäre und Ruhe haben. Wählen Sie ein Zimmer aus, das in der Nähe des Zimmers der Pflegeperson liegt. Auf diese Weise kann die Pflegekraft in der Nacht zügig zur Pflegeperson gelangen. 
Hinzu kommt die Zimmerausstattung, die Sie nach bestem Gewissen und Ermessen so gemütlich wie möglich einrichten.

Wie sieht die Grundausstattung des Zimmers aus?

Die klassische Grundausstattung besteht aus…

  • einem Bett mit einer neuen Matratze,
  • einem Schrank mit mehreren Regalfächern und Kleiderbügeln,
  • einem Tisch mit einem Stuhl
  • sowie einer Deckenlampe und einer kleinen Leselampe.

Die Matratze sollte qualitativ hochwertig sein, um für ausreichend Erholung in der Nacht zu sorgen. Im besten Fall kaufen Sie nicht nur eine neue Matratze, sondern auch frisches Bettzeug samt Bettwäsche und Handtüchern. Legen Sie alles frisch gewaschen und gefaltet zur Begrüßung in das Zimmer der Pflegekraft. 
Die Möbel müssen Sie nicht neu kaufen, sondern Sie können gut erhaltene Möbelstücke nehmen. Dennoch sollten die Möbel funktionstüchtig sein und ein gewisses Ambiente ausstrahlen. Bleiben Sie einem Einrichtungsstil treu, um einen roten Faden zu ziehen. 


Für mehr Freundlichkeit im Raum sorgen…

  • neutrale Bilder an den Wänden,
  • Topfpflanzen oder Kunstblumen in Vasen
  • sowie kleinere Möbelstücke wie etwa einen Beistelltisch oder einen Sessel.

Da der Raum als Rückzugsmöglichkeit dient, können Sie die finale Einrichtung der Pflegekraft überlassen. Fragen Sie nach, ob Bilder an den Wänden gewünscht sind oder ob die Zimmerpflanze zu viel Aufwand betreibt. Nehmen Sie den Kontakt zur Pflegekraft auf, um sie in ihrem neuen Heim willkommen zu heißen. Das schafft von Anfang an ein gutes Gefühl und fördert die Bindung zwischen Ihnen.

Welche technischen Hilfsmittel und Geräte sind essenziell?

In den meisten Fällen verfügen die Pflegekräfte über ein eigenes Smartphone, mit dem sie den Kontakt in die Heimat aufrechterhalten. Daher ist ein gut funktionierendes WLAN erforderlich, um in den Pausen mit der Familie telefonieren oder chatten zu können. Ein eigenes Festnetz ist von Vorteil, wenn die Pflegekraft kein eigenes Gerät zur Kommunikation besitzt.
Ein Tablet ist nicht notwendig, kann aber im Pflegealltag bei der Organisation, der Erstellung der Einkaufsliste oder der Tabletteneinnahme hilfreich sein.

Wie regeln Sie die Küchen- und Badezimmerbenutzung? 

Bei der Begrüßung der neuen Pflegekraft gehen Sie die Hausregeln durch, die sowohl für die Pflegeperson als auch für die Pflegekraft gelten. Der uneingeschränkte Zugang zur Küche und zum Badezimmer ist eine Voraussetzung für die Aufnahme einer Pflegekraft zu Hause. Nicht immer ist eine separate Küche oder ein eigenes Badezimmer vorhanden. Daher müssen sich die beiden Bewohner die Räume teilen. 
Vereinbaren Sie nach Möglichkeit eine Uhrzeit, in der die Pflegekraft das Badezimmer morgens und abends benutzt. Da die Betreuungskraft häufig gemeinsam mit der Pflegeperson speist, ist eine konkrete Uhrzeit zur Küchenbenutzung hinfällig.


Die Option, Gegenstände im Badezimmer unterzubringen sollte zudem bestehen und stellen Sie ein Regalfach zur Verfügung, das ausreichend Platz bietet. 
Beziehen Sie stets den Senior mit ein, denn schließlich handelt es sich um sein eigenes Zuhause. Wenn Sie Fragen zur Kommunikation haben, kontaktieren Sie uns bei Mesedi jederzeit gerne. 
Geben Sie der Pflegekraft die Hausregeln auf einem Ausdruck mit, um sich die wichtigen Regeln vor Augen zu führen.

Diese Hausregeln sollten dabei eingehalten werden…

  • Das Einhalten der Ruhezeiten,
  • Rauchen (meist nur im Freien erlaubt),
  • die Benennung von Räumen, die tabu sind,
  • das unerlaubte Betreten des Pflegekraftzimmers durch die Pflegeperson oder einen Angehörigen
  • sowie die Auflistung der Haushaltskasse

Checkliste für die Zimmereinrichtung einer Pflegekraft

Größe und Lage des Zimmers:

  • zwischen acht und zwölf Quadratmeter, in der Regel zehn Quadratmeter
  • abschließbarer Raum mit viel Ruhe
  • Fenster zum Lüften und für mehr Helligkeit
  • funktionierendes Deckenlicht
  • Zimmerlage in der Nähe des Pflegezimmers
  • Badezimmer und Küche nach Absprache gemeinsam benutzen

Grundausstattung und Komfort:

  • Verdunkelung durch Vorhänge, Rollläden oder Rollos möglich
  • ein gemütliches Bett mit neuer Matratze
  • frisches Bettzeug sowie gewaschene Handtüchern
  • ein Schrank mit viel Stauraum, Fächern und Kleiderbügeln
  • ein Tisch mit einem Stuhl
  • diverse Regale oder Beistelltische zur Ablage
  • ggf. einen Sessel für die Gemütlichkeit
  • Bilder, Topfpflanzen, Dekoration nach Absprache

Technische Hilfsmittel:

  • Festnetz nach Absprache benutzen
  • gut funktionierendes WLAN
  • Tablet zur besseren Organisation
  • Fernseher nur nach Absprache

Weitere Annehmlichkeiten:

  • Abstellmöglichkeit eines Fahrrads oder Autos
  • Mitbenutzung der Garderobe
  • Schuhregal im Flur

Fazit

Gestalten Sie das Zimmer für Ihre Pflegekraft zu Hause so angenehm wie möglich. Auf diese Weise heißen Sie die Pflegekraft willkommen und sorgen von Beginn an für eine gute Atmosphäre. Das erleichtert auch den Zugang zu schwierigen Themen, die während der Betreuung auftreten können. Fühlt sich die Pflegekraft in ihrem abschließbaren Raum mit dem liebevoll kreierten Ambiente wohl, wirkt sich das auch auf die Pflege aus.

Gerne helfen wir von Mesedi Ihnen weiter, wenn Sie Fragen zur Gestaltung und Grundausstattung des Zimmers Ihrer Pflegekraft haben.